Psychische Beschwerden

Wir behandeln verschiedene psychische Beschwerden. Die am häufigsten vorkommenden Krankheitsbilder werden hier unten beschrieben.

Das Aufmerksamkeitsdefizit Hyperaktivitätssyndrom (ADHS)

ADHS ist eine Abkürzung für Aufmerksamkeitsdefizit Hyperaktivitätssyndrom (Attention Deficit Hyperactivity Disorder). Menschen mit ADHS, leiden unter den folgenden drei Hauptmerkmalen:

  • Aufmerksamkeits – und Konzentrationsprobleme.

 

  • Hyperaktivität; hyperaktives verhalten (starke körperliche Unruhe z.B. mit Händen und Füßen rumfuchteln).

 

  • Impulsivität (handeln ohne vorher nachzudenken).

Jeder hat manchmal Schwierigkeiten sich zu konzentrieren, zeigt hyperaktives verhalten und handelt Mal ohne vorher nachzudenken. Bei Menschen mit ADHS gehört dies zum Alltag und es wird als sehr störend empfunden. Die Merkmale sind schon ab dem 7. Lebensjahr zu erkennen. Diese Merkmale sind dann keine Folge von Z.B. Krankheit, psychischen Problemen oder ein problematisches Umfeld. Neben den drei Hauptmerkmalen, können Menschen mit ADHS auch auf Schwierigkeiten stoßen beim Planen und Organisieren. Oft werden Sachen vergessen oder gehen verloren.

Es gibt drei Formen von ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit Hyperaktivitätssyndrom):

1.    Das überwiegend unaufmerksame Bild: man leidet unter Konzentrationsproblemen. Im Volksmund auch Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADD) genannt. 2.    Das überwiegend hyperaktive / impulsive Bild. Man sieht überwiegend impulsives und hyperaktives Verhalten und in viel  geringerem Maße Konzentrationsprobleme.

  1. Das kombinierte Bild: sowohl Konzentrationsprobleme als auch impulsives und hyperaktives Verhalten. Das „normale“ ADHS.

 

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Autismus-Spektrum-Störungen (ASS)

Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung haben eine andere Informations- und Wahrnehmungsverarbeitung. Weil sie Eindrücke und Informationen anders verarbeiten, reagieren sie anders als man erwartet und denken anders. Menschen mit ASS nehmen die Welt um sich herum anders wahr und haben Schwierigkeiten sie zu verstehen. Sie fühlen sich oft missverstanden. Diese andere Informations- und Wahrnehmungsverarbeitung dauert länger als bei Menschen die keine Autismus-Spektrum-Störung haben.

Wenn man ASS hat, kann man soziale und emotionale Signale nur schwer einschätzen und hat man auch Schwierigkeiten diese Signale auszusenden. Die Reaktionen auf Gefühle anderer Menschen oder Verhaltensanpassungen an soziale Situationen sind selten angemessen. Menschen mit ASS sind oft unbeholfen und ängstlich in sozialen Situationen. Auch sieht man intensive, oft sehr spezielle Interessen („Spezialinteressen“), a-typische (manchmal) repetitive Bewegungen (Stereotypien) und ein Bedürfnis nach Routinen und Beständigkeit.

Autismus ist ein Spektrum. Das heißt, dass manche Menschen nur “ein bisschen autistisch” sind und andere sehr. Es bedeutet auch, dass nicht jeder mit ASS all diese Besonderheiten hat und das auch nicht jeder der sich in diesen Besonderheiten wiedererkennt ASS hat. Die Intelligenz einer Person ist unabhängig von der Stärke des Autismus. Eine psychologische Untersuchung ist notwendig um ASS festzustellen.

Angst- und Zwangsstörungen

Ängste sind bis zu einem gewissen Ausmaß normal und lebenswichtig. Sie können aber auch eine Dimension einnehmen, die den Ursachen nicht mehr angemessen ist. Die lebenserhaltende, normale Angst wird dann zu einer Erkrankung. Angsterkrankungen schränken den Lebensraum der Betroffenen häufig sehr stark ein. Betroffene sind dann nicht mehr in der Lage, ihren Alltag zu bewältigen.

Die Zwangsstörung ist eine psychische Erkrankung. Im Mittelpunkt des Krankheitsbildes stehen Zwangsgedanken und/oder Zwangshandlungen, die die alltägliche Lebensführung stark beeinträchtigen. Aufgrund großer Fortschritte in u.a. der Verhaltenstherapie ist die Zwangsstörung mittlerweile sehr gut therapierbar. (Unter der Überschrift kognitive Verhaltenstherapie finden sie weitere Informationen).

Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)

Die Posttraumatische Belastungsstörung gehört auch zu den Zwangsstörungen. Wir finden diese Störung zu spezifisch und besprechen sie deshalb getrennt.

Die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) tritt als eine verzögerte psychische Reaktion auf ein extrem belastendes Ereignis, eine Situation außergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigen Ausmaßes auf. Die Erlebnisse (Traumata) können von längerer oder kürzerer Dauer sein, wie z.B. schwere Unfälle, Gewaltverbrechen, Naturkatastrophen oder Kriegshandlungen, wobei die Betroffenen dabei Gefühle wie Angst und Schutzlosigkeit erleben und in Ermangelung ihrer subjektiven Bewältigungsmöglichkeiten Hilflosigkeit und Kontrollverlust empfinden. Typisch für die PTBS sind die sogenannten Symptome des Wiedererlebens, die sich den Betroffenen tagsüber in Form von Erinnerungen an das Trauma, Tagträumen oder Flashbacks, nachts in Angstträumen aufdrängen. Gewissermaßen das Gegenstück dazu sind die Vermeidungssymptome, die meistens parallel zu den Symptomen des Wiedererlebens auftreten: emotionale Stumpfheit, Gleichgültigkeit und Teilnahmslosigkeit der Umgebung und anderen Menschen gegenüber, aktive Vermeidung von Aktivitäten und Situationen, die Erinnerungen an das Trauma wachrufen könnten. Man spricht von PTBS wenn man ein Monat nach dem Trauma immer noch Beschwerden hat. PTBS ist gut therapierbar. U. a. mit EMDR und kognitive Verhaltenstherapie. (Unter der Überschrift Behandlungsmethoden finden Sie weitere Informationen).

Stimmungsstörungen

Stimmungsstörungen umfassen viele verschiedene Störungen einschließlich der bekannten Depression. Bei Depressionen können die folgenden Symptome auftreten: eine düstere Stimmung (während des größten Teils des Tages, fast täglich). Vermindertes Interesse oder Spaß an (fast) allen Aktivitäten, Gewichtsverlust oder Gewichtszunahme, Schlaflosigkeit oder übermäßiger Schlaf, Müdigkeit oder nachlassende Energie, Gefühle der Wertlosigkeit und ungerechtfertigte Schuldgefühle, Konzentrationsprobleme, Aufregung oder Hemmung, Unentschlossenheit und/ oder wiederkehrende Gedanken an den Tod. Man spricht von einer depressiven Periode wenn es 5 oder mehr dieser Symptome für mindestens zwei Wochen gibt.

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